Montag, 7. März 2016

Frausein

Ich bin gerade Anfang 30 und erst kürzlich fiel mir auf, wie kraftvoll sich das Wort "Frau" für mich anfühlt. Es fühlt sich gut an, mich und andere Frauen meines Alters als Frauen zu bezeichnen. Wir sind Frauen. Keine Girls, keine Mädels, geschweige denn Frolleins, nein, FRAUEN.

Es fühlt sich stark an, es fühlt sich nach weiblicher Urkraft an, nach Tiefe und nach Verwurzeltsein. Nach Lebenserfahrung, nach Weisheit, nach selbstbestimmter Weiblichkeit. Und nach Verbundenheit mit anderen - eben - Frauen. Eine Frau erkennt die Schönheit in jeder anderen Frau und sieht in ihr eine Schwester, keine Rivalin.

Das Frausein fühlt sich nach Unabhängigkeit an, und nach Eigenverantwortung. Es fühlt sich an nach "ich bin kein verbiegbares Objekt zum leichten Konsum". Nein, ich bin eine gestandene FRAU, die ihren Wert und ihre Größe kennt, und zu sich steht. Die mit ihrem Herzen, mit ihrer Intuition verbunden ist, und danach lebt.
Die vielleicht schon das ein oder andere Fältchen hat und deren Schönheit nicht mehr nur an ihrer Jugend hängt, sondern viel tiefer geht. Eine Frau, die sich traut, sie selbst zu sein. Die sich so kleidet wie es ihr gefällt, die sich dort Haare wachsen lässt oder nicht, wo es ihr beliebt und wann es ihr beliebt. Die sich nicht verbiegt, um anderen zu gefallen, sondern einfach sie selbst ist. Die Nein sagen kann und umso mehr auch Ja.

Wir sind Frauen und wir sind laut und stark. Unsere Gefühle und unsere Sensibilität sind keine Schwäche, sondern eine Stärke. Wir sorgen für andere und an erster Stelle für uns selbst. Wir kommunizieren unsere Gefühle, Bedürfnisse, Ängste offen und ohne uns klein zu machen.

So bin ich dem Ruf einer lieben Frau gefolgt und bin zu einem Schwitzhüttenwochenende für Frauen gefahren. Dies sollte eigentlich ein Bericht über diese Schwitzhütten-Erfahrung werden. Dabei kam ganz unverhofft dieser Exkurs zustande. Den Erfahrungsbericht schreibe ich dann ein ander Mal. :-)

AHOE !




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