Warum ich nicht mehr vegan bin
Die "Veganwerdung" vor neun Jahren war ein bedeutender Schritt auf meinem Lebensweg. Es war eine klare Herzensentscheidung, aus dem Gefühl der Verbundenheit mit allen Lebenwesen heraus. Auch körperlich tat mir die Ernährungsumstellung gut. Sie half mir dabei, zu lernen, auf meinen Körper zu hören, in mich hineinzuspüren, was mir gut tat und was nicht. Nach etwa sechs Jahren rein pflanzlicher Ernährung einschließlich längerer Rohkostphasen fühlte ich mich dann irgendwann körperlich nicht mehr wohl. Ich litt häufig an Konzentrationsmangel, fühlte mich trotz ausreichender Kalorien(einschließlich Protein-)zufuhr schwach und hatte das Gefühl, etwas fehle mir. Dann musste ich eine Zeit lang immer wieder daran denken, Käse zu essen, obwohl mir dieser in all den veganen Jahren bis dahin nie gefehlt hatte. Jedes mal, wenn ich im Supermarkt am Kühlregal vorbeiging, schien er nach mir zu rufen - oder etwas in mir nach ihm. Einige Wochen lang ignorierte ich diesen Ruf. Ich konnte es mi...