Samstag, 5. März 2016

Meditation mit offenen Augen

Ein paar Wochen nach meiner ersten LSD-Erfahrung entdeckte ich meine Fähigkeit, mit offenen Augen zu meditieren. Früher hatte ich gedacht, ich könnte dies nicht, da mich die Außenwelt zu sehr ablenkte.

Doch eines entspannten Samstagmorgens wachte ich auf und schaute mit entspanntem Blick auf den wunderschönen Baum vor meinem Fenster. Ich schaute, ohne etwas Bestimmtes zu fixieren einfach wie ins Leere. So ein bisschen wie mit Magic-Eye- oder 3-D-Bildern. Nach einigen Sekunden verschwamm das Bild des Baumes zu einer homogenen Masse. Es bildeten sich zwar nicht so deutliche Muster wie mit LSD, aber ich konnte die Muster und Fraktale erahnen. Das Pfauenauge, das mir immer wieder mit LSD erschienen ist, konnte ich plötzlich wieder entfernt erkennen. Ich schaute immer länger "ins Leere" und die Muster wurden immer kleiner und das Bild wurde zu einem Teppich aus kleinen Mustern, die zu glänzen schienen. Dann fing das Bild an sich zu bewegen, wie hin und her zu schweben. Es klappt am besten, wenn ich nicht versuche, zu verstehen, was ich da sehe. Das Beste ist, es fühlt sich unwahrscheinlich gut an. Wie ein anderer Bewusstseinszustand, der mich in meine Mitte bringt.
Der Blick geht nicht so tief wie auf LSD, aber ich habe das Gefühl, dass ich es auch könnte. Es ist vielleicht eine Frage der Übung.

Als ich mit meinem Bruder LSD genommen habe, hatte ich ja die ganze Zeit die Augen offen, während mein Bruder Gefallen daran fand, es mit geschlossenen Aufgen zu erkunden. Er meinte dann zu mir, es sei bezeichnend und bildlich so zu verstehen, dass er mehr die Augen zumachen (mehr ins sich gehen) und ich mehr die Augen aufmachen müsse (mehr aus mir herausgehen).

Ich merke auf jeden Fall, dass mir diese Mediation mit offenen Augen gut tut.



Auf dem Bild wirkt er unscheinbar.... :-)


Kommentare:

  1. Hallo, kann man ich dich auch irgendwo privat anschreiben? Wollte dich was fragen. Lieben Gruß

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