Sonntag, 2. Oktober 2011

Macht Konsum glücklich?

Heute kam mir folgender Gedanke zum Thema Konsum: Er kann Süchte und künstliche Bedürfnisse befriedigen (und schaffen), er dient dazu, negative Gefühle mit einem zuckersüßen Schleiher zu übertünchen und so die Illusion von Glück zu verleihen. Wahres Glück jedoch kann er nicht bieten. Dass Konsum nie wirklich glücklich machen kann, weiß jeder, der in seinem Erinnerungsschatz über Momente reinen, puren Lebensglücks verfügt. Dieses Glück ist nicht kommerzialisierbar und nicht materialisierbar, und nur unzureichend artikulierbar. Es ist frei von allen Zwängen und kann nicht erzwungen oder erkauft werden und zeigt sich ganz im Gegenteil gerade dann, wenn wir uns vom Konsum wegbewegen und zu uns selbst kommen. Man kann lernen, es hervorzurufen. Indem man auf seine „innere Stimme“ hört. Ich glaube, dass diese innere Stimme und Glück ein und dasselbe sind. Glück is the way to go. Wir sind alle im Grunde unseres Wesens Glückspilze, nur vergessen wir es oft oder finden den Weg nicht. Konsum führt uns auf eine falsche Fährte. Ist nicht Glückseligkeit unser aller Bestreben? 

Konsum kommt in vielen Erscheinungsformen daher. Nicht nur die naheliegenden greifbaren käuflichen Güter wie Klamotten, Nahrungsmitteln etc, sondern auch Internet- und Fernsehkonsum sowie auch der Konsum von Menschen. Ich denke dabei - Überraschung - nicht an Kannibalismus, sondern an die Nutzung anderer Menschen als Liebesspender, als Unterhaltungsmedium, als Aufmerksamkeitsspender. 

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